Lern-Hilfsmittel für das Bogensport-Training

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einige Hilfsmittel vorstellen, die wir beim Bogensport-Training einsetzen. Sie sind nicht nur effektiv und hilfreich, sondern machen den Bogenschützen in der Regel auch sehr viel Spaß. Gerade das Kinder- und Jugendtraining wird durch den Einsatz zudem interessanter gestaltet.

Nullbogen:
Ein Nullbogen ist ein einfacher Stock oder ein Plastikrohr mit einem Gummiband daran. Das Zuggewicht ist gleich Null (daher der Name) und daher für den Anfang ideal, um ohne große körperliche Anstrengung die Bewegungsabläufe des Bogenschießens zu erlernen. Einen Nullbogen kann man ganz einfach selbst herstellen.

Schützin beim Training mit Nullbogen und Federball – Foto: © Martina Berg

Federball:
Ein Federball wird auf dem Kopf des Schützen gestellt. Nun soll der Schütze den Bogen anheben, ausziehen und ankern, ohne dass aufgrund einer Kopfbewegung der Federball nach unten fällt. Im Idealfall soll dieses auch noch beim Lösen so sein.
Augenklappe Für Schützen, die Schwierigkeiten haben, dass zielende Auge zu öffnen und das andere geschlossen zu halten.

2 Personenwaagen:
Mit jeweils einem Fuß auf eine Waage stellen und das Körpergewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilen! Der Bogenschütze entwickelt hierbei das Körpergefühl für einen gleichmäßigen Stand.

Gleiche Anzeige auf beiden Waagen – nicht einfach! – Foto: © Martina Berg

Gummiband:
Positionierung des Gummibandes im ersten Fingergelenk. Der Bogenschütze entwickelt ein Gefühl für die richtige Position der Finger an der Sehne. Wie fühlt sich das an, wenn die Sehne in den Fingern liegt?

Lineal und Gummi:
Ein Lineal wird mit zwei Gummibändern am Unterarm fixiert. Das Lineal wird so weit nach vorne geschoben, dass es den Handrücken und einen Teil des Unterarms abdeckt. Jetzt kann das Handgelenkt des Schützen so positioniert werden, dass eine gerade Linie zwischen Handrücken und Unterarm entsteht.

Igelbälle:
Die kleinen Noppenbälle gibt es in unterschiedlichen Größen und lassen sich hervorragend im Aufwärmtraining und zur Schulung der Hand-Auge-Koordination einsetzen.

Schlafmaske:
Mit der aufgesetzten Schlafmaske soll der Schütze ein Gefühl für den gesamten Schießablauf bekommen. Ohne zu sehen – einfach fühlen. Auch können Teilbereiche im Techniktraining geübt werden.

Balancierbrett:
Balancierbretter sind für Gleichgewichtsübungen, Bewegungskoordination, und Körperwahrnehmung geeignet. Damit lassen sich auch sehr schön Schießspiele veranstalten, die gerade Kindern sehr viel Spaß machen.

Warnweste:
Der Schütze zieht die vorbereitete Warnweste mit einem waagerecht auf dem Rücken befestigten Rohr an. In die Röhre wird nun ein Pfeil oder ein ca. 1,00 Meter langer Holzstab geschoben. Beim Ausziehen des Bogens wird so erkennbar, ob der Schütze seine Schultern in die korrekte Position bringt.

Laserpfeil/Laser:
Hier wird ein Laserpointer am Pfeil oder am Bogen des Schützen befestigt. Zusätzlich klebt man einen Streifen vertikal (von oben nach unten) auf die Zielscheibe. Der Schütze soll nun so kontrolliert wie möglich seinen Bogen anheben, sodass der Laserpunkt sich immer nur auf dem aufgeklebten Streifen bewegt. Das gleiche gilt auch für den Vorzielpunkt und das Zielen selbst.

Text: © Bert Mehlhaff
Fotos: © Martina BergDieser Artikel erschien zuerst auf www.deutscher-bogensportverlag.deIn neuem Fenster öffnen.Merken

Merken

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.