Reklame mit Bogensportmotiven: One-Step Floor Care

Da spricht mir doch der Werbetexter für dieses Bodenpflegemitell aus der Seele: „For women with more exciting things to do than scrub floors“ (sinngemäß: Für Frauen, die spannendere Dinge zu tun haben, als Böden zu schrubben). Ich habe es ja auch nicht so mit dem Putzen und gehe lieber raus und schubse Stöckchen (sprich: lasse Pfeile fliegen). Ob die abgebildete Dame in diesem Outfit zum Bogenschießen gegangen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich glaube aber eher nicht. Die Zeitungsanzeige stammt aus dem USA und erschien wohl Ende der 1960er-Jahre. Der Bogen, auf den sich die Schützin / Hausfrau so lässig abstützt, ist ein einteiliger Jagdrecurve. Gefällt mir optisch sehr gut. Um aber nochmal auf das leidige Thema „Putzen“ zurückzukommen –

Reklame mit Bogensportmotiven: 9te Kriegsanleihe (1918)

Selbst für die Finanzierung des Ersten Weltkrieges mußte ein spärlich bekleideter Bogenschütze herhalten: der „9te Pfeil“ stand für die neunte Kriegsanleihe, für die dieses kleine Plakat warb. Die neunte Kriegsanleihe wurde im September 1918 aufgelegt und war die letzte des ersten Weltkrieges, der im November nach über 4 blutigen Jahren endlich endete. Und obwohl sich die Menschen im vierten Kriegsjahr nach Frieden sehnten, wurden immerhin noch 10.443 Millionen Mark gezeichnet. Das obige Motiv gab es auch als Postkarte in einer farblich anderen Gestaltung: Der Grafiker war Fritz Erler (1868-1940), ein deutscher Maler, Grafiker und Bühnenbildner. Er war einer der offiziellen Militärmaler zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Viele seiner Gemälde wurden für Kriesgpropaganda eingesetzt. Wen das Thema Kriegsanleihen interessiert: hier finden