Das dominante Auge – wie kann ich es ermitteln?

Für die meisten Bogenschützen ist es kein Problem – die Frage, ob er Rechts- oder Linkshandschütze ist. Denn bei der Mehrzahl der Bogenschützen ist die alltägliche Händigkeit auch beim Bogenschießen die richtige.

Ein Rechtshänder hält den Bogen in der linken Hand und zieht mit der rechten Hand die Sehne. Und der Linkshänder natürlich anders herum: die rechte Hand hält den Bogen, die linke zieht.

Rechtshandschütze mit Compoundbogen – Foto: © Martina Berg
Neben der Händigkeit spielt aber auch die sogenannte Augendominanz eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bei den meisten Menschen decken sich Händigkeit und Augendominanz. Bei einem Rechtshänder dominiert  auch in der Regel das rechte Auge. Ein Bogenschütze, bei dem dies zutrifft, hat keine diesbezüglichen Probleme beim Zielen.

Anders bei der Kreuzdominanz – hier differieren Händigkeit und dominantes Auge. Dieses Thema wird zwar überall thematisiert (oder dramatisiert?), betrifft aber nur eine Minderheit. Wir werden uns dieser Thematik und wie man damit umgeht in einem späteren Artikel widmen.

Übrigens hat die Dominanz nichts mit einer eventuell vorhandenen Sehschwäche eines Auges zu tun – bis auf einige wenige angeborene Sehschwächen.

Heute geht es um die Frage, wie Sie selber feststellen können, welches Auge bei Ihnen das dominierende ist – damit Sie zukünftig eine Ausrede weniger für Ihre Fehlschüsse haben. 😉

Es gibt für die Feststellung des dominierenden Auges verschiedene Testmethoden. Wir zeigen Ihnen hier heute die einfachste, die Daumensprungmethode:

Stellen Sie sich in einem Abstand von etwa 5 Metern vor eine Wand, die einen senkrechten Strich aufweist (in unserem Beispiel ist es eine senkrechte Fuge zwischen den Ziegeln).  Strecken Sie als Rechtshänder nun den rechten Arm aus, heben Sie den Daumen und richten Sie den Daumen so aus, das er genau auf dem senkrechten Strich liegt. Lassen Sie dabei beide Augen auf!

Nun schließen Sie abwechselnd Ihre Augen. Schließen Sie Ihr nicht dominierendes Auge, ändert sich Ihre optische Wahrnehmung nicht. Der Daumen bleibt unverändert auf der Linie.

Schließen Sie nun zuerst Ihr linkes Auge und dann das rechte.

Wenn Ihr Daumen dabei nach rechts „gesprungen“ ist, ist Ihr dominierendes Auge das rechte.

Daumen springt optisch nach rechts = das dominante Auge ist das rechte – Foto: © Martina Berg

Logischerweise bedeutet dann ein Daumensprung nach links, dass Ihr dominierendes Auge das linke ist.

Daumen springt optisch nach links = das dominante Auge ist das linke – Foto: © Martina Berg
Wenn Ihre Augendominanz jetzt mit Ihrer Händigkeit übereinstimmt, dann müssen Sie sich über Kreuzdominenz keine Gedanken zu machen. Für alle anderen gibt es demnächst einen Artikel mit Tipps zur Kreuzdominanz.

Text und Fotos: © Martina Berg

2 Kommentare

  1. Mir hat man es anders beigebracht! Da, wo der Daumen stehen bleibt, ist das dominante Auge! Wäre bei mir, das rechte Auge! Ich schiesse also seit 16 Jahren falsch! Und gut! Wobei ich kreuzdominant bin! Heißt, bei 25 m ändert sich das! Ich verkannte dann den Bogen! Ich bin Recourve Schütze, Win Star 28 lbs.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.