Bogensport-Lexikon (6): von Facewalking bis Fishtail-Effekt

Wir veröffentlichen in loser Folge Teile unseres Bogensport-Lexikons, das Sie als E-Book direkt hier über Amazon kaufen können.

Bogenschießen ist eine der technisch anspruchsvollsten aber auch faszinierendsten Sportarten. Gerade für Anfänger sprechen Bogenschützen oft eine eigene, verwirrende Sprache: Spinewert, Auszugslänge, Zuggewicht, Berger-Test, Einnocken … was ist das nur alles?

Diese und zahlreiche weitere Begriffe aus der Welt des Bogensports erklärt kurz und knapp aber verständlich und illustriert unser Bogensport-Lexikon. Es ist nicht nur Bogensport-Einsteiger gedacht. Auch gestandene „Bogner“ werden hier noch manche für sie neue Information finden.

Facewalking: Es handelt sich hierbei um eine Ankertechnik aus dem Bereich des Bankbogenschießens. Der Haltepunkt im Gesicht (Ankerpunkt) wird je nach Entfernung verändert, um ein besseres Treffen zu erreichen.

Fade-out: Sanfter Übergang vom Griff zum Wurfarm.

Fang-Pfeil: Ein Pfeil mit Wiederhakenspitze die dazu hergerichtet ist, die Beute, Fische oder Tiere die in Erdhöhlen wohnen mittels dem in der Wunde festsitzenden Pfeil zu ergreifen. Solche Jagdspitzen finden nur mit dem Deep-Six-System ihre Anwendung.

Fast-Flight: Ein sehr starkes Sehnenmaterial für die Bogen sehne, das sich fast nicht mehr dehnt. Es ist allerdings für Vollholzbogen ungeeignet und für glasbelegte Bögen nur mit Zulassung des Herstellers freigegeben.

Feder: Plastik- oder Naturfeder zur Stabilisierung des Pfeilfluges.

Federfahne: Der weiche Teil der Naturfeder.

Links Naturfedern – rechts Plastikfletches

Federstanze: Ein bewährtes Werkzeug für den Bogenschützen zum gleichmäßigen Zuschneiden von Federn. Die Feder wird in eine einseitig scharfkantige Form gelegt, durch die man dann mit einem Hammerschlag aus der Feder schablonenmäßig eine beliebig oft wiederholbare Form herausstanzt.

Federwicklung: Fadenwicklung an dem zur Pfeilspitze gerichteten Ende der Feder, die verhindert, dass der Federkiel sich abhebt und die Bogenhand verletzt.

Fehlschuss: Ein Pfeil der darüber, darunter, daneben geschossen wurde und das Ziel nicht getroffen hat.

Feldbogen: Ein in der Regel etwas kürzerer Bogen, der zum Feldbogenschießen verwendet wird.

Feldbogenschießen: Eine Disziplin des Bogensports, bei der der Schütze in einem Gelände schießt. Es wird auf bekannte und unbekannte Entfernungen von 5 – 60 Meter geschossen. Je nach Parcours ist dieses Schießen sehr anspruchsvoll, da z.B. bergauf oder bergab geschossen werden muss und man dabei beim Schätzen der Entfernungen sehr viel Erfahrung braucht.

Feldspitze: Metallspitze zum Schießen auf im bewaldeten Gelände gestellte Ziele. Die Form der Spitze verringert das tiefe Eindringen in die Zielscheibe und ins Holz. Augrund ihrer scharfen Kante aber nicht so scheibenschonend wie eine „bullet point“ o.ä. Spitzen.

Fenster (Schussfenster): Großer Ausschnitt im Griffstück des Bogens,dass das Ziele erleichtert.

Fingerschlinge: Band mit Schlaufen, das um Daumen und Zeigefinger gelegt wird und die Funktion einer Bogenschlinge hat.

Fingerschlinge

Fingerschutz: Schützt die Finger der Zughand vor dem Wundwerden. Als Tab oder Schießhandschuh.

Finish: Durch Auftragen von Öl, Wachs oder Lack wird der fertige Bogen vor der Witterung und Feuchtigkeit geschützt.

Fishtail-Effekt: Hin-, und Herbewegung des Pfeiles im Flug. Mehr Infos dazu finden Sie hier: http://www.wernerbeiter.com/de/informationen/videoclips/der_weg_ins_zentrum.php

Wird fortgesetzt!

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