Primärer Griff / Kinder-Griff

Kinder und ungeübte Schützen greifen bei ihren ersten Versuchen den Pfeil oft mit Daumen und Zeigefinger und ziehen auch so aus. Diese Methode wird „primärer Griff“ oder auch „Kinder-Griff“ genannt. Diese Grifftechnik ist sehr unsicher, da Ermüdung, Regen, Schweiß oder Fett an den Fingern oder der Sehne oft zu unbeabsichtigtem Lösen führt. Diese Technik kann man selbst mit kräftigen Fingern nur bis zu einem maximalen Zuggewicht von 35 lbs schießen. Daher sollte einem Schützen sobald wie möglich eine andere Griffmethode vermittelt werden.

Daumengriff / Mongolischer Griff / Asiatische Grifftechnik

Beim Mongolischen Griff wird die Sehne im Gegensatz zu den anderen Griffarten nicht mit den Fingern sondern allein mit dem Daumen gehalten. Durch Übergreifen mit dem Zeigefinger wird die Anwinklung des Daumens unterstützt. Diese Methode erfordert eine Menge Übung und Können. Sie hat aber auch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Geankert wird in der Regel am Ohr, was eine größere Auszugslänge ermöglicht. Zum Halten wird die Furche hinter dem ersten Daumenglied verwendet. Statt eines Fingertabs oder eines Schießhandschuhs wird beim mongolischen Griff ein Daumenring zum Schutz genutzt. Ein seitliches Verreißen ist bei dieser Technik kaum möglich, da zum Lösen der Daumen einfach nur nach vorn gestreckt werden muss. Der Pfei liegt bei dieser Griffmethode außen am Bogen an, d.h. ein

Untergriff / 3-Unter / Apatschengriff

Der sogenannte Untergriff (oft auch als „3-Unter oder Apatschengiff bezeichnet) ist eine Grifftechnik (häufig auch Ablass-Technik genannt) beim Bogenschießen, die sehr häufig von traditionellen Bogenschützen und Blankbogenschützen genutzt wird. Beim Untergriff greifen 3 Finger (Zeige-, Mittel- und Ringfinger) die Sehne unterhalb des Pfeils. Seltener ist die Variante mit nur 2 Fingern (Zeige- und Mittelfinger). Die Sehne liegt dabei in der Furche hinter dem jeweils ersten Fingerglied. Bei dieser Griffmethode kann besser über den Pfeil visiert werden. Möglich ist diese Methode nur mit Pfeilen, die mit einer Klemmnock ausgestattet sind, da der Pfeil im Auszug nicht gehalten werden kann. Durch eine Änderung des Abstandes der Finger zum Pfeil (sogenanntes Stringwalking) kann die Höhenlage der Treffer beiienflusst werden.