Ablass (Lösen)

Unter dem Ablass oder dem Lösen versteht man den Moment und die Art des Loslassens der Bogensehne beim Schuss. Hierbei sollte es zu einem sogenannten passiven Lösen kommen. Passives Lösen bedeutet, dass die Finger der Zughand nicht bewusst geöffnet werden sondern sich lediglich entspannen. Die Zugkraft des Bogens streckt im Moment der Entspannung die Finger der Zughand und dadurch rollt die Sehnen gleichmäßig über die Fingerspitzen ab. Die Zughand sollte dabei weitestgehend dem Zugarmellbogen folgen. Ein „unsauberer“ Ablass ist eine der Hauptursachen für uneinheitliche Trefferlagen. Ablassbewegung: Dieser Bewegungsablauf beschreibt das Lösen der Sehne, wobei der Zugarm in die sogenannte Stützlinie 1-4 gebracht werden soll. Ablassfehler: Fehler beim passiven Lösen der Sehne, das zu unsauberem“ Pfeilflug oder Trefferstreuung im Zielbereich führt.

Die Bogenhand und ihre optimale Platzierung im Bogengriff

Jeder Bogenschütze sollte großen Wert auf die korrekte Ausführung in Bezug auf die Positionierung der Bogenhand im Griff legen. Er greift mit der Bogenhand in die Griffmulde/Griffschale des Mittelteils seines Bogens. Er zieht leicht die Sehne an und platziert seinen Daumenballen so, dass das Ende seines Daumenballes fest in der Mitte des Griffes liegt. Der Druckpunkt liegt somit rechts von der Lebenslinie (RH). Es ist für den Bogenschützen von fundamentaler Wichtigkeit, dass die Bogenhand nicht zu weit rechts oder links positioniert wird. Wird zu weit rechts eingegriffen, so verliert die Sehne beim Abschuss des Pfeiles ihre Schwingfreiheit und wird in der Regel mehr oder weniger stark an den Armschutz des Bogenschützen schlagen.