Untergriff / 3-Unter / Apatschengriff

Der sogenannte Untergriff (oft auch als „3-Unter oder Apatschengiff bezeichnet) ist eine Grifftechnik (häufig auch Ablass-Technik genannt) beim Bogenschießen, die sehr häufig von traditionellen Bogenschützen und Blankbogenschützen genutzt wird. Beim Untergriff greifen 3 Finger (Zeige-, Mittel- und Ringfinger) die Sehne unterhalb des Pfeils. Seltener ist die Variante mit nur 2 Fingern (Zeige- und Mittelfinger). Die Sehne liegt dabei in der Furche hinter dem jeweils ersten Fingerglied. Bei dieser Griffmethode kann besser über den Pfeil visiert werden. Möglich ist diese Methode nur mit Pfeilen, die mit einer Klemmnock ausgestattet sind, da der Pfeil im Auszug nicht gehalten werden kann. Durch eine Änderung des Abstandes der Finger zum Pfeil (sogenanntes Stringwalking) kann die Höhenlage der Treffer beiienflusst werden.

Mediterraner Griff / Mediterraner Ablass

Der sogenannte mediterrane Griff ist in Europa die am weitesten verbreitete Grifftechnik (häufig auch Ablass-Technik genannt) beim Bogenschießen. Dabei werden Zeige-, Mittel und Ringfinger verwendet. Von der Zughand (das ist die Hand, die die Sehne zieht) befindet sich der Zeigefinger oberhalb, der Mittel- und der Ringfinger unterhalb des Pfeils. Der Nockpunkt liegt also zwischen Zeige- und Mittelfinger. Die Sehne liegt dabei in der Furche hinter dem jeweils ersten Fingerglied. Wichtig ist dabei, dass der Mittelfinger den Pfeil nicht von unten berührt. Spätestens beim Auszug hebelt diese Berührung oft den Pfeil von der Pfeilauflage. Der Pfeil liegt bei diesem Griff gewöhnlich innen am Bogen an, das heisst ein Rechtshandschütze legt den Pfeil an die linke Bogenseite an. Die Bezeichnung dieser Griffmethode