Alle ins Gold

Wunsch und Gruß unter Bogenschützen, die auf die farbigen Ringscheiben schießen. In der Regel sind dies Schützen, die ihre Wettkämpfe nach dem Reglement der World Archery (WA) austragen. „Alle“ bezieht sich auf die zu schießenden Pfeile und  „Gold“ bezieht sich auf die Mitte der Scheibenauflagen, die Gelb ist. Mit dem Gruß „Alle ins Gold“ wünscht man seinem Konkurrenten oder Mitschützen, dass er alle Pfeile in das Ziel schießt.  Vor dem Start des Turniers wünscht man dies seinem unmittelbaren Scheibennachbarn.

Einheiten und Maße im Bogensport

Bogenschützen sind schon ein Völkchen für sich. Wenn es um ihre Ausrüstung, also um Bogen und Pfeile geht, sprechen sie in einer, für Anfänger oft verwirrenden Sprache. Ich habe anfangs auch nur Bahnhof verstanden, als ich erstmals von Zoll, Pound, Grain und libs hörte. Zum Glück brauchte ich meine Unwissenheit zu Beginn meiner Bognerinnen-Karriere nicht zu verstecken, denn alle anderen (außer unserem Trainer) aus unserem Verein waren damals ebenfalls blutige Anfänger ohne Bogensportwissen. Der moderne Bogensport, wie wir ihn heute betreiben, stammt ursprünglich aus England und den USA. Daher kommt es, dass sich viele englische Begriffe eingebürgert haben. Hier folgt daher nun eine kurze Erläuterung der wichtigsten Einheiten und Maße, die einem beim Bogensport so „über den Weg laufen“:

Die Bogenhand und ihre optimale Platzierung im Bogengriff

Jeder Bogenschütze sollte großen Wert auf die korrekte Ausführung in Bezug auf die Positionierung der Bogenhand im Griff legen. Er greift mit der Bogenhand in die Griffmulde/Griffschale des Mittelteils seines Bogens. Er zieht leicht die Sehne an und platziert seinen Daumenballen so, dass das Ende seines Daumenballes fest in der Mitte des Griffes liegt. Der Druckpunkt liegt somit rechts von der Lebenslinie (RH). Es ist für den Bogenschützen von fundamentaler Wichtigkeit, dass die Bogenhand nicht zu weit rechts oder links positioniert wird. Wird zu weit rechts eingegriffen, so verliert die Sehne beim Abschuss des Pfeiles ihre Schwingfreiheit und wird in der Regel mehr oder weniger stark an den Armschutz des Bogenschützen schlagen.